Wildrezepte für Wilddiebe, Jäger und andere Feinschmecker! 

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 Beim Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
 des Landes Nordrhein-Westfalen gibt es eine Broschüre: "Einkaufen auf dem Bauernhof"
 In dieser Broschüre sind alle landwirtschaftlichen Direktvermarkter (auch Wildfarmen)
 aufgelistet.  Dort können diese und auch andere Broschüren teils kostenfrei angefordert werden.

 Klicken Sie hier zum   Bestellformular des Ministerium
 Klicken Sie hier zum   Ministerium direkt

Was Sie schon immer über das Nahrungsmittel "Wildfleisch" wissen wollten.

Nährwerttabelle
100 g Frischfleisch enthalten:

Fleischart

kcal

kJ

Eiweiß ( in g )

Fett ( in g )

Damwild

116

485

20

2,5

Rotwild

123

515

21

3,0

Rehrücken

133

557

22

3,5

Rehkeule

106

444

21

1,2

Wildschwein

113

473

22

2,4

Wildgeflügel (Durchschnitt)

81

340

13

3

Zum Vergleich
Schweinefleisch ( mittelfett )

276

1155

18

21

Rindfleisch ( mittelfett )

238

995

15

18

Die gesunde Delikatesse

Wildfleisch stammt aus der ökologisch notwendigen Bejagung der einheimischen Schalenwildarten Reh,
Wildschwein, Rot- und Damwild und gilt als Delikatesse. Wildfleisch aus freier Wildbahn ist gesundes
Fleisch, da Wild nur natürliche Äsung in Wald und Flur aufnimmt.  Rückstände von Medikamenten
oder Hormonpräparaten sind deshalb garantiert nicht enthalten. Außerordentlich wohlschmeckend,
bietet es je nach Wildart für jeden Geschmack etwas, ist fettarm, eiweißreich und bekömmlich.
Neben den üblichen Zubereitungsarten eignet es sich auch gut zum Räuchern.

Geschmack

Der besondere Wildgeschmack ist beim Rehfleisch am ausgeprägtesten, dann folgen Rotwild und
mit Abstand Damwild. Das Fleisch vom Wildschwein ist gegenüber anderem Wildfleisch fettreicher
und verträgt auch kräftigeres Würzen mit Kräutern, es schmeckt weniger "wild".

Spicken

Grundsätzlich wird Wildfleisch wie andere fettarme Fleischarten verwendet. Das Spicken mit Speck
ist nicht erforderlich, die Einstiche mit der Spicknadel können die Fleischfasern verletzen und den
Braten trocken werden lassen. Selbst ein Abdecken mit - möglichst nicht gepökeltem - Speck ist
nicht unbedingt nötig und bei Wildschwein-Fleisch überflüssig.

Beizen

Dank der modernen Kühl- und Tiefgefriertechnik hat Wild heute keinen "Hautgout" mehr, d.h. es wird
nicht mehr so lange "abgehangen", bis es riecht. Ein Verfahren, das eher auf mangelnde
Kühlmöglichkeiten früherer Jahre zurückzuführen ist und weniger dem Ziel der Geschmacksverbesserung
diente. Entsprechend entfällt auch das früher obligatorische mehrtägige "Beizen" mit
Rotwein-Gewürz-Sud, mit dem der Geruch und Geschmack des "Hautgout" überdeckt werden konnte
(Neben-Tipp: Sauerbraten besser selbst einlegen!). Wenn überhaupt gewünscht, eignet sich zur
Aromatisierung oder zum Abschwächen des Wildgeschmacks das wenige Stunden bis zu einem
Tag dauernde Einlegen von kleinen Stücken "Kurzgebratenem" in Rotwein, Buttermilch oder eine
würzige Ölmarinade.

"Rare" bis "Well done"

Ob Sie den Wildbraten "durch" gebraten oder lieber "rosa" genießen, ist nicht nur eine
Geschmacksfrage: vorsichtige Leute, die sonst nur durchgebratenes Fleisch essen, können dies
auch beim Wild machen. Wer sein Rinder-Filetsteak auch sonst "blutig" mag, wird auch vom entsprechenden
Hirschsteak nicht enttäuscht sein.