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Infos zur Geschichte der Dörenschlucht:![]()
Die Dörenschlucht – Zeugin aus eisigen Zeiten
Die Senne ist eine Sandlandschaft am Fuß des Teutoburger Waldes (früher Osning
genannt) deren
wesentliche
Landschaftsmerkmale in den
Eiszeiten herausgebildet wurden. Während der Saale-Eiszeit gab es mehrere
Eisvorstöße
von Skandinavien bis in die
Westfälische Bucht. Die größte Ausdehnung erreichte das Eis während der so
genannten
Drenthe-Hauptvereisung vor
mehr als 200 000 Jahren. Die Eismasse staute sich zunächst vor dem Osning
(heutiger
Teutoburger
Wald), bis sie schließlich den
nordwestlichen Abschnitt dieses Höhenzuges überwand. Vermutlich war
zeitweise
der Teutoburger Wald zwischen der
Dörenschlucht und Rheine völlig von Inlandeis bedeckt. Ungefähr
gleichzeitig
drang der westlichere Teil der Eismasse
über das Emstal in die Westfälische Bucht ein. Dieser Vorstoß reichte
im
Südosten bis über Paderborn hinaus. Beim
Abtauen des Eises drangen Schmelzwässer der nördlich gelegenen Eismasse
über
Gebirgspässe des Teutoburger
Waldes in die Westfälische Bucht und lagerten die mitgeführten Bestandteile (im
Wesentlichen
zerriebener Osning-Sandstein des Teutoburger Waldes) gegen den Rand der südlich gelegenen Eismasse
ab. Eines dieser Quertäler,
durch
die Schmelzwässer nach Süden abflossen, war die Dörenschlucht. Weitere
Durchflusstäler waren die Stapelager
Schlucht,
der Oerlinghauser Pass und der Bielefelder Pass (Osning-Pass).
Quelle: Geologischer Dienst NRW
Die größte Siedlung aus der Mittelsteinzeit zwischen etwa 8000 und 5000 v.
Chr wurde an den Retlager Quellen in der
Dörenschlucht bei Detmold (Nordrhein-Westfalen) aufgespürt. Von dort kennt man
die Grundrisse mehrerer ovaler Hütten.
Der am besten sichtbare Grundriß hatte die Maße 3,50 mal 2,70 Meter. Viele
andere angebliche Dörfer aus der
Mittelsteinzeit mit vermeintlichen Dutzenden von Behausungen sind nur
Wurzelgruben von umgestürzten Bäumen.
Letzteres gilt beispielsweise für zwei angebliche Siedlungen am Federsee in
Baden-Württemberg und eine angeblich
27 Hütten zählende Siedlung bei Jühnsdorf in Brandenburg.
Quelle: Ernst Probst,
Empfehlenswert ist das Buch "Senne und Teutoburger Wald" vom
tpk-Regionalverlag ISBN 978-3-936359-32-9, (16,80€)
ca. 240 Seiten, reich Bebildert. Herausgeber Naturschutzzentrum Senne e.V.
http://www.nz-senne.de